Caveau Morakopf

Vor kurzem hatte ich einen Auftrag für ein Lokal in Frankreich. Es handelt sich um das Caveau Morakopf, das seit über 40 Jahren eine elsässische Institution ist.

Die Speisekarte ist wie das Lokal selbst: authentisch und bodenständig.
Die beiden Betreiber Celine und Lukas haben beide eine langjährige erfolgreiche Laufbahn in ihrer Branche hinter sich. 

Celine, gebürtige Elsässerin begann Ihre Laufbahn an der Hotelfaschschule Guebwiller. Danach schloss Sie ein Masterstudium "Hotel- und Tourismusmanagement" ab.
Sie arbeitete in nahmhaften Hotels wie dem Hotel George V in Paris und dem Hotel Mirabeau in Monaco. 
Außerdem war sie ein Jahr lang Restaurantleiterin in den Vereinigten Staaten. Diese Position ermöglichte ihr den Traum ihres eigenen Restaurants.  

Lukas hat seit seiner Ausbildung in vielen hochdekorierten Sternerestaurants gekocht und auch im Carl in Graz seine erste Haube erkocht. Danach folgten einige Engagements in Japan, Deutschland, der Schweiz und anschließend hier in Frankreich bis er nun sein eigenes Lokal hier in Frankreich eröffnete.

Mein Auftrag setzte sich aus diversen Teilen zusammen. Der erste Teil bestand daraus das Lokal zu fotografieren.
Hierzu nahm ich HDR Aufnahmen mit meiner Sony A6300 HDR Serien auf, die im Anschluss am Computer zu HDR Fotos gestitcht wurden. 
Ich entschied mich für den Einsatz von HDR Aufnahmen, da es im Lokal viele alte dunkle Holzbalken gibt die eine grobe Struktur haben. Damit genau diese nicht verloren geht, eignen sich diese Art von Fotos ideal. Auch für die Darstellung von Lampen und die Ablichtung von Lampenschirmen ist der Einsatz von HDR perfekt. 
Der zweite Teil war die Erstellung eines Virtuellen Rundganges der Location.
Ich nahm mit Hilfe eines Weitwinkelobjektivs und eines Nodalpunktadapters Vollsphärenpanoramen(360x180) auf, die einen 360° Rundumblick ermöglichen. 
Durch den Einsatz eines Weitwinkelobjektivs steigt zwar die Anzahl der Aufnahmen im Vergleich zu einem Fishaugenobjektiv,(was die Dauer pro Aufnahme erhöht) gleichzeitig vergrößert es aber auch die Gesamtauflösung des Panoramas. 
Die Einzelaufnahmen für die Panoramen wurden genau so wie die Lokalfotos in HDR Serien aufgenommen um auch hier den größtmöglichen Dynamikumfang zu erhalten.
 
 
Der nächste und dritte Teil bestand daraus die Belegschaft des Lokals zu fotografieren. Das erfolgte bei den Damen in Tracht, da im Lokal bald "Österreich Wochen" stattfinden, in denen es landestypische Speisen gibt. Außerdem entstanden Fotos des Küchenteams in den klassischen Kochwesten.
 
Da die Speisen im Lokal teils sehr landes- und vor allem regionstypisch sind, war der weitere Part, der vierte Teil, das fotografieren der Speisen. 
Für die Foodfotografie wählte ich ein Setup, das auf den Großteil der Speisen/Teller angewendet wurde, um ein durchgehendes Sujet zu erhalten.  
 
Dann folgte der fünfte und letzte Teil des Auftrags. Fotos der Köche in Action. Ich war in der Küche live bei den diversen Stufen der Zubereitung dabei - also von den Grundzutaten bis zum fertigen Gericht. Bei der Herstellung der hauseigenen Brötchen - vom mischen des Teiges, zum formen der Brötchen, dann das Backen und das Verkosten des fertigen, vorzüglichen, Produktes. Ein Traum. 
Weiters das Zubereiten von in Kokosmilch pochiertem Kabeljau, der geschmacklich ein Traum ist, oder auch eine landestypische Speise - gekochte Schweinestelze mit Rösterdäpfeln und Kren oder eine ebenso Regionstypische Speise: diverste Teile vom Schwein mit den Beilagen Sauerkraut und Salzerdäpfeln. Und viele weitere Köstlichkeiten.
 
Durch die Beschränkungen beim Fliegen und die Limitierung auf ein Handgepäcksstück hatte ich nur meinen Fotorucksack mit. Diesmal war ich nicht mit der Nikon D800,  sondern mit der Sony a6300 und den dazugehörigen Optiken sowie dem Berlebach Stativ Mulda und meinen Novoflex VR Slim Nodalpunktadapter unterwegs. Eine ideale kleine und leichte Lösung.
Das erforderte zwar für die 360° Panoramen eine wesentlich höhere Anzahl an Aufnahmen, erhöht jedoch dadurch auch die Auflösung der Panoramen. Also eigentlich keine schlechte Sache. Um die schwierigen Lichtsituationen und die geringe Beleuchtung auszugleichen, nahm ich die Panoramen in HDR Serien auf. Diese wurden im Anschluss zusammengesetzt und als Panoramen gerendert. Dann erfolgte die Retusche des Statives und der Import in die Virtual Tour Software. Dort wurden die Panoramen untereinander verlinkt, Informationen eingefügt und die Tour exportiert. Tada, fertig für die Homepage.